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10 Jahre LQW

Im Oktober 2010 ist es soweit: Die Lernerorientierte Qualitätstestierung in der Weiterbildung (LQW®) wird 10 Jahre alt! Grund genug die Erfolgsgeschichte zu erzählen.
Bis Oktober 2010 sind es noch zehn Monate. Zehn Jahre, zehn Monate und elf Geschichten – beginnend im Jahr 2000.
Monatlich gibt es eine neue Geschichte zum jeweiligen „Lebensjahr“ von LQW, alle Geschichten erscheinen sowohl im Infodienst als auch auf dieser Internetseite.

Haben Sie eine Geschichte zu LQW, erinnerungswürdige Momente, humorige Entwicklungen oder persönliche Erfahrungen? Dann senden Sie uns diese zu; wir werden sie hier veröffentlichen! E-Mail


2000 - 2001 - 2002 - 2003 - 2004 - 2005 - 2006 - 2007 - 2008 - 2009


Die 657 LQW-Fliesen vereinigt im Gesamtbild, ansonsten bundesweit verteilt

2007 - Wenn Fliesen auf die Reise gehen...

2007 haben wir die Geschichten der Netzwerkfliesen zusammengetragen. Jede Organisation erhält am Abschlussworkshop ihrer Ersttestierung eine individuelle Fliese aus dem Netzwerkbild des Künstlers Guido Kratz aus den Händen des Gutachtenden. Die Gutachter und Gutachterinnen bringen die Fliese der Organisation zum Abschlussworkshop mit. Dieser Transport verläuft nicht immer ohne Komplikationen.

Nachdem ein Gutachter am Abend vor dem Abschlussworkshop die Fliese noch immer nicht zugestellt bekommen hatte, machte er sich auf die Suche. Ein Anruf bei ArtSet ergab, dass das Paket definitiv auf den Weg geschickt worden war. Ein Besuch bei sämtlichen Nachbarn zeigte, dass keine guten Geister das Paket an sich genommen hatten. Der Anruf bei der Sendungsverfolgung der Post ergab, dass das Paket beim Paketdienst steckte. Um seinen Zug noch zu erwischen und die Fliese mitnehmen zu können, zeigte der Gutachter vollen Einsatz. Er suchte mit dem Postbeamten auf dem Fließband des Paketdienstes sein Paket mit der Fliese und hatte Erfolg! Direkt vom Fließband ging es dann zum Bahnhof und dem Bestimmungsort der Netzwerkfliese.
Eine Gutachterin vergaß die Fliese im Zug, als sie umsteigen musste. Die Bahn half dabei, die Fliese wiederzufinden und hinterlegte sie im nächsten Zug, der zum Bestimmungsort fuhr. Dort konnte die Gutachterin die Fliese wieder in Empfang nehmen und auf dem Abschlussworkshop überreichen.
Damit die Überreichung der Fliese stattfinden konnte, musste eine andere Gutachterin ihren Ehemann aktivieren. Da sie die Fliese zu Hause vergessen hatte und schon fast am Ziel ihrer Reise war, vereinbarte sie mit ihrem Mann per Mobiltelefon einen Treffpunkt auf der Hälfte der Strecke. Auf einem Rastplatz fand der Fliesenwechsel statt, so dass der Abschlussworkshop - wenn auch ein wenig verspätet - wie geplant stattfinden konnte.
Ein Fliesenwechsel der anderen Art fand statt, als ein Gutachter einmal zwei Fliesen verwechselte. Als die Organisation ihr Testat erhielt, stellte sie überrascht fest, dass die Fliese auf dem Testat eine andere war als die, die sie in der Organisation hängen hatten. Ein Anruf bei der Testierungsstelle sorgte auch dort zunächst für eine Überraschung und dann zu einer Fehlersuche. Dann folgte eine größere Suchaktion, um die Fliese zu finden, die richtigerweise auf dem Testat abgedruckt war. Diese war versehentlich einer anderen Organisation überreicht worden, da der Gutachter das falsche Paket mitgenommen hatte. Der Fliesenaustausch fand statt und beide Organisationen erhielten "ihre" Fliese.

Bei 657 verschickten Fliesen ist beim Transport bisher erst eine Fliese kaputt gegangen. Dass dies so funktioniert, ist die Folge akribischer Tests, wie der Netzwerkkünstler Guido Kratz berichten kann:

"Bis zum ersten Versand der Fliesen habe ich mir nicht allzu viele Gedanken darum gemacht. Jörg Angermüller versendete die Fliesen damals in Kartons, die normalerweise für den Aktentransport verwendet wurden. Bis – ja, bis die erste Fliese zurückkam, weil sie auf dem Transport zerbrochen war.
Das sollte auf keinen Fall noch einmal passieren, weil jede Fliese des LQW-Netzwerkbildes ein Unikat und nicht ersetzbar ist. Hektische Überlegungen und Recherchen waren der Fall: Die Post verlangt, dass ein Paket aus 1,50 m Höhe fallen darf ohne das dem Inhalt etwas anzumerken ist. Ich dachte, wenn die Fliesen den Sturz von meiner Atelierdecke, die 3,50 m hoch ist überleben, dürften die zukünftigen Transporte kein Problem mehr sein.
Und so fanden im Atelier einige Fall-Versuche statt, an denen mehrere Testfliesen zerbrachen. Bis sich die heutige Form unserer Verpackung für die LQW-Fliese herauskristallisiert hat: Ein Karton, der speziell für die Netzwerkfliesen angefertigt wird. Seitdem ist keine Fliese mehr bei einem Transport zerbrochen, einschließlich des Transportes vom Atelier zu ArtSet der bis heute immer noch mit dem Fahrrad stattfindet."